Ingo Lenßen
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Ingo Lenßen

Nutzungsausfall-entschädigung nach einem Verkehrsunfall

Nutzungsausfallentschädigung nach einem Verkehrsunfall

Ist ein Kraftfahrzeug nach einem Verkehrsunfall nicht mehr zumutbar nutzbar, steht dem Geschädigten unter bestimmten Voraussetzungen eine Nutzungsausfallentschädigung zu. Die Nutzungsausfallentschädigung soll einen finanziellen Ausgleich für die Dauer der Reparatur oder der Neubeschaffung eines Fahrzeuges bieten. Viele Versicherer tun sich bei der Gewährung dieser Entschädigung schwer, so dass die Geschädigten oftmals vor einigen Herausforderungen stehen.

Wann eine Nutzungsausfallentschädigung berechtigt ist?

Bei einem Verkehrsunfall mit nicht nur leichtem Sachschaden sind viele Fahrzeuge nicht mehr verkehrssicher oder zumutbar nutzbar. Allein ein ausgelöster Airbag bei sonst vielleicht nicht allzu großem Karosserieschaden führt dazu, dass ein Fahrzeug nicht mehr genutzt werden kann. Im schlimmsten Fall tritt ein Totalschaden ein, so dass vielleicht über die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges nachgedacht und entschieden werden muss. Für eine angemessene Dauer der Reparatur oder einer Neubeschaffung muss der Versicherer des Unfallgegners eine Entschädigung für den Nutzungsausfall zahlen. Allerdings nur dann, wenn tatsächlich ein Nutzungswille und eine Nutzungsmöglichkeit vorliegen. Fehlt nach einem Totalschaden der Wille, das Fahrzeug nach erfolgter Reparatur weiter zu nutzen, kann von einem fehlenden Nutzungswillen ausgegangen werden. Auch wenn der Geschädigte in der Zeit einer möglichen Reparatur gar keine Möglichkeit hatte, das Fahrzeug zu nutzen, kann eine Nutzungsausfallentschädigung abgelehnt werden. Beispielsweise dann, wenn der Geschädigte während der Zeit der Reparatur in den Urlaub geflogen ist und damit das Fahrzeug ohnehin nicht hätte nutzen können.

Nicht gewährt wird eine Nutzungsausfallentschädigung oftmals auch dann, wenn Zweitwagen verfügbar sind oder es sich um reine Freizeitfahrzeuge wie beispielsweise Quads oder Motorräder handelt. Wer einen Mietwagen nutzt, kann die Kosten ganz oder teilweise von der gegnerischen Versicherung erstattet bekommen. Bei kostenlos oder ungewöhnlich preiswert zur Verfügung gestellten Mietwagen wird eine Nutzungsausfallentschädigung abgelehnt.

Was muss ich als Geschädigter beachten, wenn ich eine Nutzungsausfallentschädigung beantrage?

Wichtig ist immer der Zeitraum, für den eine Nutzungsausfallentschädigung erwartet wird. Dieser Zeitraum wird in den meisten Fällen mit höchstens 14 Tagen angeben. In dieser Zeit sollte es möglich sein, eine erforderliche Reparatur durchführen zu lassen oder einen Ersatzwagen zu beschaffen. Im Einzelfall kann gerade bei einer Neuanschaffung dieser Zeitraum auch länger sein, auch wenn sich die Versicherer meist dagegen sträuben. Dann muss die angemessene Dauer vom Gericht bestimmt werden.

Grundsätzlich hat der Geschädigte eine Schadensminderungspflicht. Das bedeutet, dass er alles zumutbar mögliche unternehmen muss, um den Unfallschaden kurzfristig und sachgemäß beheben zu lassen, so dass die Nutzung des verunfallten Fahrzeuges wieder zumutbar und möglich ist. Darunter kann im Einzelfall auch eine selbst durchgeführte Reparatur fallen, sofern dadurch die Nutzung des Fahrzeuges wieder ermöglicht wird.

Immer muss auf geeignetem Wege nachgewiesen werden, dass eine Reparatur in einem angemessenen Zeitraum erfolgte und damit die Nutzbarkeit des verunfallten Fahrzeuges wiederhergestellt wurde. Mögliche Beweismittel dafür sind Reparaturrechnungen, Gutachten, bei selbst reparierten Fahrzeugen auch Fotos mit Zeitstempel, Zeugenaussagen und ähnliche Nachweise.

Beim Neuwagenkauf wird vom Versicherer maximal die 14-tägige Frist anerkannt, dauert das aber aus nachvollziehbaren Gründen länger, kann auch eine entsprechend höhere Entschädigung beantragt werden.

Wie berechnet sich die Höhe der Nutzungsausfallentschädigung?

Grundsätzliche Berechnungsgrundlagen für die Höhe der täglich zu veranschlagenden Nutzungsausfallentschädigung sind das Fahrzeugalter und die Fahrzeuggruppe. Insgesamt sind in den Gruppen A bis L unterschiedliche Fahrzeugmodelle aufgeführt, für die eine tägliche Nutzungsausfallentschädigung von 23 EUR in Gruppe A bis 175 EUR in Gruppe L veranschlagt werden. Bei Fahrzeugen, die mehr als 5 Jahre, aber weniger als 10 Jahre alt sind wird eine Herabstufung um eine Gruppe vorgenommen. Je nach Pflege- und Erhaltungszustand werden Fahrzeuge über 10 Jahre um zwei Gruppen heruntergestuft oder gar nur noch die tatsächlichen Vorhaltekosten also Haftpflichtversicherung, Kraftfahrzeugsteuer und Garagenmiete anteilig zur Berechnung der Nutzungsausfallentschädigung herangezogen.

In jedem Fall handelt es sich bei der berechtigten Nutzungsausfallentschädigung nicht um eine Kann- Entscheidung des Versicherers, sondern um einen Rechtsanspruch, den Sie einfordern können.

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