Wissenswertes

Fiktive Abrechnung – Was ist das?

Nach einem unverschuldeten Unfall möchte man sein Auto natürlich wieder Instand setzen lassen. Dies muss jedoch nicht sofort und auch nicht im vollen Umfang passieren – vor allem, wenn man sich zunächst einen besseren Überblick über die entstehenden Reparaturkosten machen will. Der Geschädigte kann die Abrechnung auf Basis eines Kostenvoranschlags in der Kfz-Werkstatt erstellen lassen. Diese kann jedoch individuell und je nach Betrieb völlig unterschiedlich ausfallen. Um die Schadenskalkulation genau zu beurteilen, ist ein Gutachten notwendig, das entweder von einem Gutachter der gegnerischen Versicherung oder einem unabhängigem Sachverständigen durchgeführt wird. Diesen Vorgang bezeichnet man als fiktive Abrechnung oder Abrechnung auf Gutachtenbasis. Der BGH hat in seinem Urteil eine Begrenzung im Berechungsverfahren festgelegt, die besagt, dass sich jegliche Erstattung auf die Netto-Reparaturkosten belaufen muss.

Fiktive Abrechnung bei einem wirtschaftlichen Totalschaden

Im Falle eines wirtschaftlichen Totalschadens ist die Erstellung einer fiktiven Abrechnung ebenfalls möglich. Der wirtschaftliche Totalschaden liegt vor, wenn der ermittelte Reparaturaufwand höher ausfällt, als der Wiederbeschaffungsaufwand. Dieser ergibt sich aus dem Wiederbeschaffungswert abzüglich des aktuellen Restwertes des Autos im nicht-reparierten Zustand nach dem Unfall.